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RSV Einbeck e.V. von 1911

Historisches

Die Erfolgsgeschichte des RSV 1911 Einbeck

Der Radsportverein Im Frühjahr 1911 fanden sich 9 Männer, teils noch vom alten Radfahrverein von 1890,in dem auch August Stukenbrok Mitglied war, und gründeten am 1. Juni den Einbecker Radfahrerverein 1911. Schnell erhielt dieser Verein Zulauf von Interessierten und Radfahrbegeisterten. Die Einbecker Radfahrer waren auf vielen Treffen des Radfahrerverbandes dabei. So ist auch überliefert, dass sie 1934 zu der Weltmeisterschaft nach Leipzig gefahren sind. Nach dem 2. Weltkrieg schlossen sich Berliner Radsportler dem Verein an, die sich in Kreiensen niedergelassen hatten. Der Verein wurde dann in Radsportverein 1911 Einbeck-Kreiensen umbenannt. Der Sportbetrieb umfasste neben mehreren Sparten auch den Rennsport. Die Fahrer des Vereins waren auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene vertreten. Es gab eine Zeit, da waren sie die Besten im Landesgebiet und die Namen Rosenberg, Anger, Kubatz und Hintz waren in Fachkreisen bekannt.

Die Harzrundfahrt ab Einbeck entlang der Zonengrenze wurde bundesweit sowie international ausgeschrieben. Etwas später kam dann das Heidemann-Rennen dazu.

Der Rennsport erlebte durch Reinecke und Wiemer 1961 eine Blütezeit. Aufgrund von Spannungen zwischen den verschiedenen Sparten gründeten 1965 die Rennsportler einen eigenen Verein. Der Radsportverein war nun sehr klein geworden.

Im selben Jahr wurde auf der Hauptversammlung vom damaligen Vorsitzenden, Gerhard Riekers, die Sparte Rollsport aufgenommen. Die Werbetrommel wurde gerührt, und viele Interessierte meldeten sich. Vom TuSpo Göttingen wurde ein junger Mann als Trainer verpflichtet, der den Kindern, die auf Straßenrollschuhen in der Turnhalle am Langen Wall übten, Kürelemente beibrachte. Im November des Gründungsjahres fand bereits ein großes Schaulaufen mit über 100 Aktiven statt. Inzwischen waren die Straßenrollschuhe durch Stiefel mit festem Gestell und Holzrollen ersetzt.

Annette Ziegenhagen und Christian Meineke Der schnelle Aufstieg der Rollsportabteilung glich einer Seifenblase, die zerplatzte, als der Trainer den Verein verließ. Gerhard Riekers trat zurück, und die Vereinsführung wechselte in die Hände von Friedrich- Wilhelm Almstadt. Erst jetzt trat der RSV der Dachorganisation, dem Niedersächsischen Rollsportverband, bei. Die Zahl der Aktiven war kleiner geworden, denn bei vielen war der erste Enthusiasmus verflogen. Eine neue begabte Trainerin, Christiane Schaper aus Celle, vom Dachverband empfohlen, übernahm die Ausbildung der Einbecker Rollsportler. Das Training umfasste nun auch das Pflichtlaufen, zuerst eine etwas quälende Beschäftigung. Auch mit dem Rolltanz wurde begonnen, und das alles in der kleinen Turnhalle am Langen Wall.

1969 erlebte die Rollsportabteilung einen besonderen Höhepunkt mit dem Auftritt in der französischen Partnerstadt Thiais zum Pfingsttreffen. Nachdem die große Sporthalle am Hubeweg gebaut war, erhielt der RSV eine Trainingsmöglichkeit auf einer wettkampfgerechten Fläche. Hier konnten nun große Schaulaufen inszeniert werden. 1971 wurde das erste Märchen „Schneewittchen“ während der inzwischen angebrochenen Ära Ziegenhagen in der Vereinsführung aufgeführt, einstudiert von Monika Lovasz und Annette Ziegenhagen. Ein Erfolg, der neue Mitglieder brachte!

Da der Verein auf die Übungsleiterin Christiane Schaper verzichten musste, entstand wieder ein Notstand in Sachen Training. Eine neue Trainerin, Doris Hein-Fennrich aus Hannover, konnte 1972 für das Samstagstraining gewonnen werden, die mit der jungen 15-jährigen Annette Ziegenhagen die Ausbildung der Rollsportler leitete. Es begann eine fruchtbare gemeinsame Arbeit über Jahre hinweg. Die Freude am Rolltanzen war geblieben. Der Verein hatte ein junges Rolltanzpaar Annette Ziegenhagen / Christian Meineke, das auf der Norddeutschen Meisterschaft in Hamburg 1973 den dritten Platz belegen konnte.

Gemeinsame Erfolge bei den Wettkämpfen, den alljährlich stattfindenden Schaulaufen, schweißten alle Verantwortlichen und Mitglieder zusammen. Die gemeinsame Arbeit ließ die Zeltlager in Hameln, die Ausrichtungen der Wettbewerbe um den Wilhelm-Horz-Pokal, Vereinsmeisterschaften, Sommerfeste, Weihnachts- und Faschingsfeiern hervorragend gelingen.

Der RSV Einbeck erhielt Ansehen und Gewicht in der Rollsportszene, denn Einbecker Rollsportler nahmen an den Landesmeisterschaften, Norddeutschen Meisterschaften, Vergleichswettkämpfen Berlin-Niedersachsen, an Schaulaufwettbewerben, Deutschen Meisterschaften, an der Deutschen Jugendmeisterschaft, an Jugend-Europa-Meisterschaften teil. Namen wie Annette Ziegenhagen, Christian Meineke, Birgit Honroth, Jörg Godlinski, Sibylle Sommerlatte und Jörg Binnewies wurden bekannt. Das Schaulaufen in der Vorweihnachtszeit war längst zu einer beliebten Veranstaltung im Einbecker Sportgeschehen geworden. Auch die mehrfach abgehaltenen Feriensportkurse im Rollkunstlauf erfreuten sich großen Zulaufs.

Nach Ausbildung von Annette Ziegenhagen zur Diplom-Trainerin im Rollkunstlauf in Köln stellte diese ihr erlerntes Können noch mehr in die Dienste des RSV. Heute ist dieser Verein aus dem Sportgeschehen der Stadt Einbeck nicht mehr fortzudenken.

Neue Leistungsträger, wie Bianca Neumann, Fabian Busse, Annika Bode, Matthias Bolz, Christiane Kues und Markus Sauter, starteten bei Deutschen Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften sowie bei internationalen Wettbewerben. Hinzu kamen die Disziplinen Solotanzen und Formationslaufen, in denen der RSV in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich bis hin zu Weltmeistertiteln abgeschnitten hat.

Unzählige Erfolge haben die Rollkunstläufer des RSV in den mehr als 40 vergangenen Jahren errungen. Hier nur einige Beispiele der Erfolge:

1969 erste Teilnahme am Wilhelm-Horz-Pokal in Celle

1970erste Klassenlaufprüfungen in Celle: 4.Klasse Pflicht Christian Meineke, Annette Ziegenhagen; Kleiner Bronzetest Monika Lovasz, Christian Meineke, Annette Ziegenhagen

1972 erste Teilnahme an Neulingsmeisterschaften in Celle durch Annette Ziegenhagen

1973 erste Teilnahme an Landesmeisterschaften in Stade durch Annette Ziegenhagen in der Juniorenklasse erste Teilnahme an Norddeutscher Meisterschaft in Hamburg im Rolltanzen Neulinge durch Annette Ziegenhagen und Christian Meineke

1978 erste Teilnahme eines Einzelläufers an Norddeutschen Meisterschaften in Berlin Jörg Binnewies Gruppe Neulinge

1979 erster Gewinn des Wilhelm-Horz-Pokals erste Teilnahme am Vergleichswettkampf Niedersachsen-Berlin Gruppe Neulinge: Jörg Godlinski Platz 2 Gruppe Neulinge Rolltanz: Sibylle Sommerlatte/Jörg Binnewies Platz 1

Jörg Godlinski
1982 erste Teilnahme einer Einbecker Läuferin in der Niedersächsischen Meisterklasse Birgit Honroth Platz 8 erste Teilnahme bei einer Jugend- Europameisterschaft in Altenau Jörg Godlinski Platz 5 erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft in Hanau Jörg Godlinski Platz 4 in der Gruppe der Nachwuchsklasse

1983 erste Teilnahme an einer Junioren-Europameisterschaft in Blackburn Jörg Godlinski Platz 11

1984 Vizelandesmeister Jörg Godlinski Teilnahme an Deutschen Jugendmeisterschaften in Darmstadt Jörg Godlinski Platz 3 Rolltanz Sibylle Sommerlatte/Jörg Binnewies Platz 5 Teilnahme an Deutschen Meisterschaften in Heilbronn Jörg Godlinski Meisterklasse Platz 14 Sibylle Sommerlatte/Jörg Binnewies Nachwuchsklasse Rolltanz Platz 2

Sibylle Sommerlatte und Jörg Binnewies
1986 Landesmeister im Rolltanzen Sibylle Sommerlatte und Jörg Binnewies

In den weiteren Jahren nahmen unsere Rollkunstläufer an zahlreichen Wettbewerben, Landesmeisterschaften, Norddeutschen Meisterschaften, Deutschen Meisterschaften, Europa- und sogar Weltmeisterschaften teil.

Hervorzuheben sind hier die international gelaufenen Rolltanzpaare Annika Bode/Matthias Bolz, Christiane Kues/Markus Sauter bzw. Christiane Kues/Matthias Bolz. Annika und Matthias konnten mehrfach Niedersächsische Landesmeister und Norddeutsche Meister werden. Sie nahmen an Europameisterschaften und als erstes Tanzpaar des RSV an einer Weltmeisterschaft im Jahr 1994 teil.

Christiane lief zunächst mit ihrem Partner Markus bis 1995 als Rolltanzpaar, bevor sie mit Matthias in den Jahren 1996 und 1997 auf internationalem Parkett vertreten war.

Annika Bode und Matthias Bolz Christiane Kues und Matthias Bolz

Die Rolltanzpaare Angela Eggers/Uwe Bußmann, Jennifer Kießling/Markus Hermann und Christina Fäthe/Nils Wolter traten in die Fußstapfen ihrer Vorgänger und konnten ebenfalls auf Landes- und Bundesebene Erfolge erringen.

Annette Ziegenhagen und Bianca NeumannIm Einzellaufen waren die Läuferinnen bzw. Läufer Bianca Neumann, Katharina Kuhs, Markus Sauter, Fabian Busse, Miriam Minkner, Iris-Alexa Eicke bzw. sind Marie-Kristin Schaper und Lena Spellerberg erfolgreich, von denen Bianca und Fabian an internationalen Wettbewerben teilgenommen haben. Fabian wurde im Jahr 1995 Deutscher Jugendmeister im Kürlaufen. Bianca war für den RSV eine Ausnahmeläuferin, die 6mal niedersächsische Landesmeisterin der Damen wurde. Sie nahm an zahlreichen nationalen Meisterschaften teil. Im Jahr 1996 konnte sie bei den Deutschen Meisterschaften den 3. Platz im Pflichtlaufen erzielen. Den Höhepunkt ihrer Karriere bildete aber die Teilnahme an der Europameisterschaft im gleichen Jahr. Hier konnte sie den 11. Platz im Pflichtlaufen belegen und war damit die erste Läuferin des RSV, die an einer Europameisterschaft in einer Einzeldisziplin teilgenommen hat.

Anne Gielnik Eine sehr junge Disziplin ist das Solotanzen. Hier läuft zum einen jede Läuferin bestimmte vorgegebene Schrittfolgen zu verschiedenen Musikrhythmen (Pflichttänze). Zum anderen steht die Darstellung der Musik durch tänzerische Elemente im Vordergrund (Tanzkür). Die Solotänzerinnen Anne und Annika Gielnik, Marie-Kristin Schaper, Alisa Borchert, Merle Werner und Lina Engler sind besonders erfolgreich. Neben vielen Spitzenplätzen bei Landes-, Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften muss der besondere Erfolg der Solotänzerinnen Anne Gielnik und Annika Gielnik erwähnt werden, die dieses Jahr an den Weltmeisterschaften zum ersten Mal bzw. zum zweiten Mal teilgenommen haben und glänzend abgeschnitten haben (12. bzw. 10. Platz). Beide Läuferinnen sind zum Aushängeschild des RSV geworden, die viele junge Aktive für diesen Sport begeistern.

Weitere Höhepunkte sind seit dem letzten Jahrzehnt die Darbietungen der Formationen. Das Formationslaufen ist ein Mannschaftssport, bei dem ein Team von 16 bis 20 Läufern/innen verschiedene Schrittfolgen und Bewegungen bei hohem Tempo möglichst synchron und exakt vorführt. Seit 1997 wird diese Sparte sehr intensiv praktiziert. Mit einem Deutschen Vizemeistertitel 1998 (Läuferinnen des RSV Einbeck / TuSPO Göttingen) begann eine erfolgreiche Ära, die sich 1999 durch eine Fusion mit dem Dream Team fortsetzte. Im selben Jahr gewann diese Formation den ersten Weltmeistertitel in dieser Sparte.

Der RSV hat immer wieder in verschiedenen Alters- bzw. Leistungsklassen Formationen gebildet, um den Aktiven das Rollkunstlaufen auch als Mannschaftssport anzubieten. Seitdem sind Einbecker Läuferinnen im Dream Team und seit 2009 im Junioren Dream Team vertreten. Diese konnten Weltmeister-, Vizeweltmeister-, Europameister-, Vizeeuropameisterund deutsche Titel in den vergangenen Jahren erzielen.

Junioren Dream Team 2009 Dream Team 2010

Doch nicht nur die Leistungsträger werden im RSV gefördert. Einen breiten Raum nimmt die hervorragende Nachwuchsarbeit ein, denn seit vielen Jahren steht der Verein beim Wilhelm- Horz-Pokal, ein niedersächsischer Nachwuchswettbewerb, ganz vorn. Der Wanderpokal konnte bereits mehrfach gewonnen werden. Daneben nehmen unsere Aktiven an vielen verschiedenen Vereinswettbewerben erfolgreich teil. Diese Erfolge sind das Ergebnis der Arbeit des Trainerteams ehemaliger Rollsportler um Annette Ziegenhagen-Gielnik.

 
 
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